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Social Business: Für die Gesellschaft unternehmen

Dort, wo öffentliche Institutionen gesellschaftliche, ökologische und soziale Probleme nicht mehr alleine lösen können, geht es darum mit neuen Denkansätzen, Engagement und unternehmerischer Kreativität zu Lösungen zu kommen. Sozial und aktiv denkende Menschen und neue Formen des Unternehmertums sind gefragt. Social Business und Social Entrepreneurship bezeichnet diese Form des neuen Unternehmertums.

Social Entrepreneurs

Social Entrepreneurs sind gesellschaftliche UnternehmerInnen, also UnternehmerInnen die für die Gesellschaft etwas unternehmen möchten. Ihre zentrale Handlungsressource ist ihr Wissen. Sie wollen gesellschaftlichen Nutzen maximieren und sind stärker auf den sozialen Mehrwert als auf den eigenen finanziellen Vorteil oder Gewinn bedacht. Ihre Intention ist es, durch ihr Handeln, ihr Engagement und letztlich ihr Unternehmen, gesellschaftliche Strukturen zu verändern.

Social Entrepreneurs sind schöpferische UnternehmerInnen nach der Definition von Schumpeter und sie sind folgendermaßen charakterisiert:

  • Sie identifizieren einen Zustand sozialer Ungerechtigkeit bzw. zumindest Verbesserungswürdigkeit.
  • Sie erkennen neue Wege zur Verbesserung der Situation und entwickeln daraus ein Angebot mit sozialem Mehrwert.
  • Ihre Intention ist, dass sich ihr Angebot verbreitet und damit gesellschaftliche Strukturen hin zu Gerechtigkeit verändern.

Social Entrepreneurs wollen den Staat nicht ersetzen, sondern Wegbereiter sein für die Lösung gesellschaftlicher Probleme, die dann letztendlich wieder vom Staat übernommen werden sollen.

Aktuelle Studie: Das Potenzial von Social Business in Österreich

Das Potenzial von Social Business in Österreich wurde im Rahmen einer Studie der WU Wien erhoben. Momentan umfasst Social Business 1.200 bis 2.000 Organisationen in Österreich, in den nächsten Jahren wird sich die Zahl mindestens verdoppeln, wenn nicht vervierfachen, so das Ergebnis der Studie. Die wichtigsten Treiber dafür sind der allgemeine gesellschaftliche Wertewandel, ein festzustellender Wandel der Unternehmenskultur und – last but not least – ein veränderte Rolle des Staates, der aufgrund von knappen Budget vermehrt soziale Dienstleistungen auslagern muss.

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